radio_kleinRadiosender unterschätzen die Dialogbereitschaft ihrer Zuhörer, Julia Schutzbehauptet Radiomoderatorin Julia Schutz, die 500 Radiohörer dazu befragt hat, wie viel Interaktivität sie sich vom Radio wünschen. Ihre Diplomarbeit "Nutzung und Wirkung von interaktiven Radioangeboten" kommt zum Schluss: Der Mix aus verschiedenen Kommunikationskanälen macht's. Grüße, Musikwünsche, Umfragen und Gewinnspiele gibt's bei den meisten Radiosendern. Etliche betreiben außerdem Online-Communitys, wo Fotos und Videos der Hörer hochgeladen werden. Das ist den Hörern aber offenbar nicht genug: Drei von vier Befragten bekunden keinerlei Interesse an den Online-Netzwerken. Wichtiger wären ihnen Tipps über lokale Events von Hörer zu Hörer. Ähnlich hoch rangiert bei den Hörern die Möglichkeit, Fragen und Kritik per E-Mail direkt ins Studio zu schicken. Auch ein schneller Anruf vom Handy aus ist für die Hälfte der Befragten wichtig. Julia Schutz sieht noch erhebliche Defizite bei den Radiobetreibern: "Ich glaube, die Sender trauen sich noch zu wenig und müssen deutlich mutiger sein als bisher, neue Geschäftsmodelle und Konzepte zu entwickeln."
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